Garten

Bambus im Garten

Gartenpflanze

Die Vorteile von Bambus als Gartenpflanze liegen auf der Hand;

die Einsatzmöglichkeiten von Bambus im Garten sind äußerst vielfältig und den Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Zudem benötigen die Pflanzungen in der Regel wenig Pflege, wachsen sehr schnell und sind selbst im Winter durch Ihre immergrünen Blätter fantastisch anzuschauen.

Die Einsatzgebiete des Bambus im Garten reichen von der frei stehende Solitärpflanze über kleinwüchsige Bodendecker, als Begleitpflanze, Kübelpflanze bis hin zu den beliebten blickdichten Sichtschutzhecken.

Der Riesenbambus bestimmter Phyllostachys Arten kann zudem als Baumersatz dienen. Die schnell wachsenden Halme können auch in unseren Breiten bis zu 10 cm dick und 15 Meter hoch werden.

Winterhart

Für den europäischen Raum sind besonders die winterharten Sorten geeignet, die mitunter auch Spitzentemperaturen von bis zu -25 Grad vertragen.

Wirklich winterhart und frostbeständig sind die Pflanzen in der Regel aber erst nach 3 Standjahren. Diese Zeit benötigt die Pflanze bis sie tief eingewurzelt ist und die Wurzeln soweit vorgedrungen sind, dass sie Wasser aus den nicht gefrorenen Erdschichten aufnehmen können.

Denn die häufigste Ursache von Frostschäden im Winter sind sogenannte Trockenschäden, bei denen die Pflanze aufgrund des Wassermangels irreparabel vertrocknet.

Standort

Um die Austrocknung der Pflanze zu vermeiden spielt auch die Wahl des Standortes eine wichtige Rolle. Wind und Sonneneinstrahlung erhöhen den Wasserbedarf durch die stärkere Verdunstung. Optimal ist daher, besonders in den Wintermonaten, ein schattiger und windgeschützter Standort.

Von einigen anspruchsvolleren Arten abgesehen gibt sich die Bambus Pflanze mit normaler, lockerer Gartenerde zufrieden, die leicht feucht gehalten werden sollte. Ideal ist ein nicht zu lehmiger Boden der gut Wasser absorbieren und abfließen lassen kann.

Rhizome

Ein wichtiges Auswahlkriterium für jeden Gärtner ist die Art des Wurzelnetzes. Zum einen gibt es die ausläuferbildenen Bambus Arten die sich durch unterirdische Wurzeltriebe vermehren, den sogenannten Rhizomen.

Diese Wurzelausläufer können sich unbemerkt und unkontrolliert sehr schnell ausbreiten und in weiter Entfernung zur Mutterpflanze neue Halme bilden. Zur Eindämmung der unerwünschten Ausläufer sollte die Pflanzung mit einer Wurzelsperre versehen werden.

Alternativ können die horstbildenden Bambus Gattungen verwendet werden, deren kompaktes Wurzelsystem keine hartnäckigen Ausläufer bildet. Die neuen Triebe stehen hier dicht beieinander. Besonders beliebt sind die Fargesie Arten als Gartenbambus ohne Ausläufer.

 

bambus-garten staude

 

garten-pflanzung

 

 

 

 

rhizome-wurzeln

Pflanzzeit

Die ideale Bambus Pflanzzeit ist in Europa von April bis Juni. Im warmen und feuchten Erdreich können sich die Wurzeln gut entwickeln.

Tipp: Eine Abdeckung der Pflanzstelle mit einer Schicht aus dekorativer Pinienrinde oder Rindermulch verhindert ein Austrocknen und die direkte Sonneneinstrahlung auf die hitzeempfindlichen Rhizome.

Rhizomsperre

Das weit verzweigte Wurzelgeflecht, aus dessen Ausläufern sich später die neuen Sprösslinge bilden, sollte durch geeigente Sperren den sogenanten Rhizomsperren begrenzt werden.

Besonders beim Phyllostachys wandern und wuchern diese horizontalen Triebe im weiten Umkreis unter der Erde und können mit ihrer Kraft sogar Steinplatten und Beton durchstoßen.